Blu-ray Review: The Scorpion King

15. November 2008 | Von nk | Kategorie: Blu-ray Reviews, Reviews

Blu-ray Erscheinungstermin: 11.12.2008
Anbieter: Universal Home Entertainment
Genre: Action, Abenteuer
Originaltitel: The Scorpion King
Regie: Chuck Russell
Drehbuch: Stephen Sommers, William Osborne, David Hayter
Darsteller: Dwayne “The Rock” Johnson, Steven Brand, Michael Clarke Duncan, Kelly Hu, Bernard Hill, Ralf Moeller
Kinostart: 2002

Video: 1080p, , VC-1 encodiert
Audio: Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Japanisch in DTS 5.1; Englisch in DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel: Spanisch, Japanisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Polnisch, Koreanisch, Mandarin, Griechisch

Laufzeit:
Region: A, B, C
FSK: freigegeben ab 16 Jahren

Anzahl der Discs: 1




Film:

Der arkadische Söldner Mathayus (Dawayne “The Rock” Johnson) wird von Rebellen angeheuert, den Zauberer des grausamen Herrschers Memnon (Steven Brand) zu töten. Doch entpuppt sich der Zauberer als die wunderschöne Zauberin Cassandra (Kelly Hu) und Mathayus bringt es nicht übers Herz, sie zu töten.

Als Memnon nach dem gescheiterten Attentat Mathayus Bruder tötet, sinnt der gestählte Krieger auf Rache und begibt sich ein zweites Mal in Höhle des Löwen.

Wer hier eine Film erwartet, der auch nur im entferntestem etwas mit den Die Mumie Filmen zu tun hat, wird bitter enttäuscht. Das einzige verbindende Element ist The Rock als aufstrebender Skorpionkönig – mehr nicht.  Der präsentierte krude Mix an Kulturen – was zur Hölle haben j Kendo-Kämpfer in Ägypten verloren – hat mit dem Ägypten des Altertums soviel zu tun wie The Rock mit einem Oscar und erinnert mehr an die alten Conan-Filme.

Leider wurde dann auch noch mehr in die Muskeln der männlichen Hauptdarsteller investiert als in eine intelligente Handlung, die genauso dünn und durchsichtig ist wie die spärliche Bekleidung der weiblichen Mitglieder der Besetzung.

Nun The Rock ist The Rock und wer ihn als Wrestler mochte, wird ihn auch hier mögen, aber einen Oscar wird er so wohl nie gewinnen. Während Kelly Hu das Beste aus dem macht, was das Skript ihr gegeben hat und das ist nicht viel.

Auch andere Schauspieler wie Walter Hill (Herr der Ringe) oder Michael Clarke Duncan (The Green Mile) sind eigentlich zu gut für ihre Rollen. Aber wenigstens sieht man The Rock und Michael Clarke Duncan an, dass beide offenbar richtig Spaß dabei hatten sich gegenseitig eins auf die Mütze zu geben. Über Ralf Möller wollen wir hier erst gar nicht sprechen.

Wenn der Film schon nicht mit einer guten Story überzeugen kann, bleiben die gut choreografierten Action-Szenen und das flotte Tempo der Erzählung. Echten Action-Fans wird es jedoch etwas spanisch vorkommen, dass trotz des ganzen Gemetzels – bis auf eine von Kelly Hu verursachte kleine Schramme an The Rocks Unterarm – kein Tropfen Blut zu sehen ist.

Ach ja bevor ich es vergesse, der manchmal zu hörende Hard-Rock-Soundtrack ist wirklich unerträglich in einem Film der Tausende Jahre vor Christus und den ersten Klängen einer E-Gitarre spielt.

Was bleibt, ist ein – nach US-Maßstäben – Jugend gerecht aufbereiteter Action-Film, der wahrscheinlich nur Fans von The Rock oder Kelly Hu richtig begeistern kann.

Urteil: braucht man nicht gesehen zu haben




Bild:

Die Bildschärfe des Transfers ist meist gut gelegentlich, aber wirkt das Bild für einen HD-Transfer auch recht weich. Dennoch gibt es auch einige Szenen mit einer schönen Detaildarstellung und Plastizität. Einen beinahe 3D-Effekt wie ihn so manch ein hervorragend plastisches HD-Bild erzeugen kann, wird jedoch nicht erreicht.

Die Farben sind generell satt und kräftig.  Speziell in dunklen Einstellungen ist der ein oder andere Hautton aber gerade so noch an der Grenze zur Übersättigung. Trotz des soliden – aber nicht außergewöhnlichen – Schwarzwertes, verschwinden in dunklen Szenen immer wieder ganze Teile des Bildes in den Schatten.

Neben immer wieder auffallenden Verschmutzungen und Beschädigungen des Ursprungsmaterials, fällt auch ein besonders in dunklen Bildern teils sehr grobes Filmkorn ins Auge. Meist ist das Filmkorn aber nur sehr dezent erkennbar.

Gelegentlich ist auch ein Stottern des Bildes (verursacht durch die Kamera) zu bemerken.

Insgesamt betrachtet kann der VC-1-Transfer in Szenen bei Tageslicht bzw. mit guter Ausleuchtung durchaus glänzen, während dunkle Bilder immer wieder mit Problemen zu kämpfen haben. Zusammen mit den anderen erwähnten Problemchen ist The Scorpion King insgesamt am oberen Ende des Mittelfelds einzuordnen.

Urteil: 6 von 8 Punkten




Ton:

Der Ton bietet einige sehr ordentliche Surroundeffekte, die nicht nur in den zahlreichen Actionszenen zum Einsatz kommen. So gelingt es den ständig aktiven Surroundkanälen z.B. einen geschäftigen Markt akustisch erst richtig mit Leben zu füllen.

Während die Surroundeffekte im Allgemeinen sehr gut abgemischt wurden, gibt es auch vereinzelte Priorisierungsfehler zu hören. Abgesehen davon wirken einige Soundeffekte etwas unausgewogen bzw. pathetisch. Das Sounddesign erinnert oft sehr an ein waschechtes B-Movie.

Ansonsten bietet der Sound eine ordentliche – aber auch keine Referenz-würdige – Dynamik und einige tiefe und kräftige Bässe. Zwar ist auch die Auflösung von Höhen und Tiefen gelungen, da das Sounddesign aber keinen besonderen Wert auf Feinsinn legt, fällt dies kaum ins Gewicht.

Auch der DTS-HD Master Audio-Track kann hier sein theoretischen Vorteile nicht ausspielen und bietet lediglich einen Tick mehr Dynamik, aber ansonsten keinen spürbaren Vorteil.

Die Dialoge sind sehr gut priorisiert und jederzeit problemlos verständlich.

Urteil: 6,5 von 8 Punkten




Extras:

+ Filmkommentar mit The Rock

+ Filmkommentar mit Regisseur Chuck Russell

+ Verpatzte Szenen (SD, MPEG-2, 3:17 Min.)

+ Alternative Versionen von Schlüsselszenen (SD, MPEG-2, 12:09 Min.)

+ Am Drehort: Making Of Scorpion King (SD, MPEG-2, 14:28 Min.)

+ Die Welt des Altertums: Produktionsdesign (SD, MPEG-2, 3:26 Min.)

+ Vorbereitung auf den Kampf (SD, MPEG-2, 6:37 Min.)

+ The Rock und Michael Clarke Duncan (SD, MPEG-2, 6:43 Min.)

+ Die Arbeit mit Tieren (SD, MPEG-2, 6:05 Min.)

+ Special Effects: Die Kobras (SD, MPEG-2, 1:47 Min.)

+ Special Effects: Die Feuerameisen (SD, MPEG-2, 2:30 Min.)

+ Musikvideo von Godsmack “I Stand Alone” (SD, MPEG-2, 4:56 Min.)

+ U-Control (Blu-ray exklusiv)


Die Extras liefern das übliche oberflächliche Marketing-Material, sind aber erstaunlich fokusiert und in genießbare Häppchen eingeteilt. Das U-Control-Bild-Im-Bild-Feature präsentiert zusätzlich weiteres Bonusmaterial, wie Interview-Ausschnitte mit dem Cast oder Storyboard-Film-Vergleich, die separat nicht verfügbar sind.

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