Blu-ray Review: THE ACCOUNTANT

14. März 2017 | Von | Kategorie: Blu-ray Reviews, Reviews

Blu-ray Review von Simon Bruckmann

Blu-ray Erscheinungstermin: Kauf: 02.03.2017; Leih: 02.03.2017

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Anbieter: Warner Home Video
Genre: Action, Thriller
Originaltitel: The Accountant
Land, Jahr: USA / 2016
Kinostart: 20.10.2016
 
Regie: Gavin O’Connor
Drehbuch: Bill Dubuque
Darsteller (u.a.): Ben Affleck, Anna Kendrick, J.K. Simmons, Jon Bernthal, Jeffrey Tambor, Cynthia Addai-Robinson
 

Video: 1080p24, 2,40:1, MPEG-4/AVC

Audio: DTS-HD Master Audio 5.1: Englisch; Dolby Digital 5.1: Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch

Untertitel: Niederländisch, Spanisch, Französisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Finnisch, Isländisch, Griechisch, Englisch für Hörgeschädigte, Deutsch für Hörgeschädigte, Italienisch für Hörgeschädigte

Laufzeit: ca. 128 Min.  
Region: B  
FSK: freigegeben ab 16 Jahren  
Anzahl der Discs: 1x BD  

 


 

Film:

Ray Kind (J.K. Simmons) ist der Leiter der Steuerfahndung in Washington D.C. . Er steht kurz vor der Rente und setzt die junge Analytikerin Marybeth Medina (Cynthia Addai- Robinson) – auf nicht ganz freiwilliger Basis – auf einen ganz speziellen Fall an. Der sucht den sogenannten “Accountant”, den Buchhalter der Unterwelt. Es existieren weder Bilder noch Tonaufnahmen der Person und so beginnt Medina eine fast aussichtslose Suche.

Christian Wolff (Ben Affleck) ist Inhaber einen kleinen Steuerberatung und führt im Süden Chicagos ein unauffälliges Leben. Wir erfahren, dass er der Accountant ist. Als er ein Junge ist, wird bei ihm Autismus diagnostiziert. Er ist extrem zurückgezogen und weist eine starke Inselbegabung auf. Sein Vater verweigert jedwede Therapie und versucht, seinen Sohn so stark wie möglich zu erziehen. Als Angehöriger des Militärs zieht er ständig um und seine Familie mit ihm. Seine Söhne werden im Nahkampf ausgebildet und so entwickelt Christian sich als mathematisches Genie, dem man nicht quer kommen möchte. Als er einen ruhigen Job in einem Industriekonzern antritt, bringt er eine Lawine der Gewalt ins Rollen.

Mit The Accountant hat Regisseur Gavin O’Connor einen spannenden und nicht alltäglichen Thriller geschaffen. Der Film konstruiert ein komplexes Puzzle aus Personen und Ereignissen, welches sich nach und nach auf clevere Art und Weise auflöst. Der Film ist temporeich und bleibt über die gesamte Laufzeit äußerst spannend. Längen leistet sich der Stoff keine – gerade wenn man sich wieder einen Trigger erhofft, kommt dieser auch schon.

Die Darsteller – allen voran Ben Affleck – leisten in diesem Werk einen überzeugenden Job. Der Umgang mit dem Thema Behinderung ist sensibel und relativ authentisch ausgeführt. Ohne ins melodramatische oder überzogene abzudriften, erzählt The Accountant eine Geschichte, die es wert ist, bis zum Ende aufmerksam verfolgt zu werden.

Urteil: Kein alltäglicher Film über Autismus und einen unauffälligen Helden.

 


 

Bild:

Das Bild ist für heute Standards angemessen. Es gibt weder Artefakte noch sonstige Störer. Die Scheibe ist über die gesamte Laufzeit sehr scharf und liefert klare Farben. The Accountant ist detailreich und sehr gut abgemischt. Das Grading ist auf den Punkt und unterstreicht die Stimmung.

Urteil: 7 von 8 Punkten

 


 

Ton:

Warner bleibt dem Schema, welches wir schon bei War Dogs beobachtet haben, treu. Eine antiquierte Dolby Digital 5.1-Spur präsentiert sich dem deutschen Zuschauer. Diese Spur ist ohne große Überraschungen einfach zweckdienlich. Der Ton lässt Druck vermissen, bleibt auf dem cineastischen Niveau einer Fernsehübertragung. Der Score kommt zur Geltung, löst aber keine Gänsehaut aus. Gelegentliche räumliche Effekte kommen erst durch Upmixer deutlich zur Geltung. Die Originalspur in DTS-HD Master Audio ist dagegen deutlich räumlicher und detailreicher. Grade in den ruhigen Außensequenzen ist diese Spur erheblich qualitativer und sollte der deutschen Synchronspur vorgezogen werden.

Urteil: 5 von 8 Punkten

 


 

Bonusmaterial:

Auch in diesem Punkt ähnelt The Accountant den War Dogs. Wieder sind es drei kurze Featurettes, die Einblicke in die Produktion erlauben. Mit den Schwerpunkten Hintergründe, Charaktere und Action liefert das Material zwar Einblicke hinter die Kulissen, aber keinen ungeahnten Mehrwert. Nette Dreigabe, aber kein Kaufgrund.

 

- Wer ist der Accountant? (10:38)

- Verhaltensforschung (8:04)

- Der Accountant in Aktion (7:14)

 

 


 

Bedienung und weitere Ausstattung:

Ein typisches Warner-Menü. Es gibt kaum etwas daran auszusetzen. Die Navigation ist schnell und unkompliziert.

 


 

Fazit:

Wer bei Ben Affleck auf Durchzug schaltet und kategorisch ablehnt, sollte hier wieder einmal hellhörig werden. Auch wer diesen Darsteller nicht leiden kann, sollte bei The Accountant einen Blick riskieren. Es lohnt sich. Der temporeiche Film überzeugt durch eine interessante Handlung und großartig inszenierte Actionsequenzen. Dabei bleibt der Film auf dem Boden der Tatsachen und hebt nicht ab – liefert also keine komplett unglaubwürdige Action. Während sich der Nebel der komplexen Handlung lüftet, kommen keine Längen auf. Es bleibt immer spannend. Die Inszenierung ist makellos, ebenso wie die Leistung der Darsteller. Der Film geht respektvoll mit dem Thema Autismus um und nutzt es als Grundlage für eine frische Storyline.

Während der Film also überzeugt, ist die Warner Blu-ray ein weiteres Mal zweckdienlich. Das Bild liefert keinen Grund zur Kritik, löst aber auch keine übermäßige Begeisterung aus. Der Ton ist wieder einmal zweigeteilt: Die deutsche Spur rangiert auf dem Level einer altgedienten DVD, während die Originalspur brilliert. Das Bonusmaterial ist nett, aber kein echter Mehrwert. Die drei kleinen Einblicke liefern keine Aha-Momente, sind aber ein netter Zeitvertreib für etwa 30 Minuten.

Gesamturteil: Gelungener Thriller mit frischen Ansätzen.

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