Blu-ray Review: SUICIDE SQUAD 3D

19. Dezember 2016 | Von | Kategorie: Blu-ray Reviews, Reviews

Blu-ray Review von Simon Bruckmann

Blu-ray Erscheinungstermin: Kauf: 19.12.2016; Leih: 19.12.2016

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Anbieter: Warner Home Video / Paramount
Genre: Action
Originaltitel: Star Trek Beyond
Land, Jahr: USA / 2016
Kinostart: 18.08.2016
 
Regie: David Ayer
Drehbuch: David Ayer
Darsteller (u.a.): Margot Robbie, Will Smith, Jared Leto, Joel Kinnaman, Viola Davis, Jai Courtney, Jay Hernandez, Adewale Akinnuodye-Agbaje, Ike Barinholtz, Scott Eastwood, Cara Delevigne
 

Video: 1080p24, 2,40:1, MPEG-4/AVC; 3D: MPEG-4/MVC

Audio: 2D Extended Cut: Dolby Atmos: Englisch; Dolby Digital: Deutsch 5.1, Spanisch 5.1, Italienisch 5.1, Französisch 5.1; 3D Kinofassung: Dolby Atmos: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch

Laufzeit: Kinofassung: ca. 123 Min.; Extended Cut: ca. 135 Min.  
Region: B  
FSK: freigegeben ab 16 Jahren  
Anzahl der Discs: 2x BD  

 


 

Film:

Nach den Geschehnissen von Batman v Superman: Dawn of Justice ist die Welt eine andere. Superman ist tot, von einer aufkeimenden Justice League ist noch keine Rede. Um dennoch für die nächste große Bedrohung gewappnet zu sein, möchte Amanda Waller (Viola Davis) eine Gruppe von Antihelden versammeln, die die Menschen beschützen soll. Zu dieser Gruppe gehören der Auftragskiller Deadshot (Will Smith), die gewaltverliebte Freundin des Jokers Harley Quinn (Margot Robbie) und der Gangster El Diablo (Jay Hernandez), der in Flammen aufgehen kann. Außerdem sind noch der australische Dieb Captain Boomerang (Jai Courteney), das mörderische Tierwesen Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje) und der Söldner Slipknot (Adam Beach) dabei. Um die Runde zu komplettieren, tritt noch Enchantress (Cara Delevigne) auf den Plan: eine waschechte Hexe. Kurz nach der Freigabe für ihre Einsatztruppe passiert etwas Unerwartetes: Enchantress befreit ihren bisher unbekannten Bruder und gedenkt, die Herrschaft über die Menschheit zu ergreifen. Sie gerät außer Kontrolle und nur noch eine Einsatztruppe kann sie aufhalten: die Suicide Squad. Und als hätten die noch nicht genug zu tun, tritt auch noch der Joker (Jared Leto) auf den Plan.

DC hat es nicht leicht. Im Kino abgehängt vom übermächtigen Konkurrenten Marvel mit seinem MCU, versucht man schon seit Jahren, sich ebenfalls wieder in den ertragreichen Comicverfilmungen zu etablieren. Nach den erfolglosen Versuchen wie beispielsweise Superman Returns und Green Lantern wurde mit Zack Snyders Man of Steel endgültig das DC Cinematic Universe gestartet. Schon diese erste Instanz musste viel Kritik ob ihres düsteren Settings einstecken. Dem Sequel Batman v Superman ging es nicht besser und erst der Ultimate Cut machte aus diesem Spektakel ein gelungenes und rundes Werk. Als dritte Inkarnation steht nun David Ayers Suicide Squad auf dem Plan.

Nach den düsteren ersten Filmen sollte diese Antiheldentruppe nun das Blatt wenden. Doch auch hier sorgten zahlreiche Kritiken im Vorfeld für viel Abneigung. Und der Film ist tatsächlich gänzlich anders als erwartet. So trägt Jared Leto die enorm schwere Aufgabe, nach dem grandiosen Heath Ledger schon wieder einen neuen Joker zu etablieren. Und das macht er auch überragend gut, bekommt dafür aber viel zu wenig Screen-Time. Entgegen der Erwartungen, die aus Trailer und Marketing rühren, spielt der Joker nämlich eine absolut unwürdige Nebenrolle.

Gleichzeitig wird die phantastische Enchantress zur austauschbaren Antagonistin abgestempelt, die mit dem obligatorischen Lichtstrahl gen Himmel die Menschheit vernichten will. Das eigentliche Suicide Squad ist überzeugend. Unterschiedlichste Charaktere treffen hier aufeinander, was für großartige Dialoge und spannende Wendungen sorgt. Das ganze wird getragen von einer lockeren und actionreichen Optik.

David Ayer kann kein Vorwurf gemacht werden, er hat hier prinzipiell einen sehr guten Film aufgesetzt. Einzig das fehlleitende Marketing, eine relativ austauschbare CGI-Widersacherin und schlussendlich die unendlich hohen Erwartungen an das DC Cinematic Universe stehen dem Film im Weg. Drei Punkte, die bei vielen Kritikern allzu sauer aufgestoßen sind. Dabei ist Suicide Squad durchaus unterhaltsam und hervorragend in Szene gesetzt.

Urteil: Positive Überraschung nach all den schlechten Kritiken.

 


 

Bild:

2D:

Das zweidimensionale Bild ist sehr gut geworden. Suicide Squad bewegt sich auf jeden Fall am oberen Ende der Skala, wenn es um sämtliche Aspekte geht: hohe Plastizität, stabiles Bild auch in dunklen Sequenzen und makelloses Grading. Dazu gesellt sich kein einziges wahrnehmbares Artefakt und eine perfekte Einbindung der zahlreichen CGI. Von Anfang bis Ende überzeugt das zweidimensionale Bild ohne Schwächen. Das Detaillevel ist sehr hoch und da auf ein künstliches Korn verzichtet wurde, wird dieser Eindruck auch durch nichts gestört.

Urteil:7,5 von 8 Punkten

3D:

In 3D macht der Film viel Spaß. Zahlreiche Pop-up Effekte sorgen für Aufsehen und fügen sich nahtlos in die abgedrehte Optik des Filmes ein. In zahlreichen anderen Szenen wird der Effekt für eine verstärkte Plastizität und Tiefe genutzt. Auch hier fügt sich das Bild stimmig zusammen und macht einen sehr guten Eindruck. Insgesamt gibt es nur wenige Szenen, in denen das 3D nicht punktet. Nicht ganz auf dem Niveau von Star Trek: Beyond und Star Wars: Das Erwachen der Macht, aber auch nicht zu verachten.

Urteil: 7,5 von 8 Punkten

 


 

Ton:

Englischer Originalton:

Beim Ton macht Warner es uns wahrlich nicht leicht. Zuerst die gute Nachricht: egal, welche Version man schaut, im Englischen gibts immer Dolby Atmos – auf der Grundlage von Dolby TrueHD. Kurz: die Spur ist sehr gut. Der abwechslungsreiche Score ist sehr druckvoll und kommt jederzeit voll zur Geltung. Trotzdem bleiben die Dialoge verständlich. Die Surroundeffekte sind grandios: In der zweidimensionalen Ebene kommt es ständig aus allen Richtungen, während gezielte Atmos-Effekte für Gänsehaut sorgen. Die Effekte sind eher selten, aber dafür umso intensiver. Hubschrauberabstürze, Regen, Explosionen, Kugeln – alles kommt aus der Decke. Dabei ist alles stets korrekt lokalisiert und am richtigen Fleck. So und nicht anders muss Sound im Jahre 2016 klingen.

Urteil: 8 von 8 Punkten

Deutsche Synchronfassung:

Die schlechte Nachricht: in der deutschen Fassung geht die Schere enorm auseinander. In der Kinoversion erklingt die Suicide Squad in Dolby Atmos – ebenfalls basierend auf Dolby TrueHD. Was Abmischung, Score, Intensität und Atmosphäre angeht, liegt diese Spur komplett auf einer Ebene mit der englischen Originalspur. Leider gibt es dennoch einen kleinen Makel: Die deutsche Synchronisierung kommt nicht an das Charisma der Originale heran. Diese Charaktere leben von ihren Stimmen.

Im Extended Cut liegt der deutsche Ton dann leider nur noch in antiquiertem Dolby Digital 5.1 vor. Größer könnten die Unterscheide in Komprimierung und Dynamikumfang nicht sein. Die Räumlichkeit ist in den fünf Kanälen nach wie vor hoch und präsent, allerdings fehlt es an Details und Druck. Der Soundtrack verschwimmt regelrecht zu einer trägen Masse ohne Bass. Gleichzeitig fehlen hochaufgelöste Details und die enorme Plastizität der Atmos- Tonspur. Ein echter Dämpfer für alle, die den Film Extended, aber nicht in Englisch sehen wollen.

So stehen sich eine extrem gute Atmos- und eine bemitleidenswerte Dolby Digital-Spur gegenüber. Wie jeder diese Unterschiede für sich bewertet, ist wohl eine Frage der Ausstattung, für mich steht am Ende folgendes…

Urteil: 5 von 8 Punkten

 


 

Bonusmaterial:

Viele Featurettes ergeben zusammen das Bonusmaterial. Es gibt kein großes, zusammenhängendes Making-of, dafür viele kleine Einblicke. Diese sind informativ und unterhaltsam gestaltet. Es werden zahlreiche Facetten der Produktion beleuchtet. Kein echter Kaufgrund, aber eine nette Dreingabe. Technisch ist das Material sehr gut aufgearbeitet.

 

- Task Force X: Ein Team, eine Mission (23:08)

- Faktencheck (9:37)

- Joker & Harley: Das It-Pärchen der Unterwelt (14:29)

- Stärke & Schnelligkeit des Teams (9:00)

- Bis an die Zähne bewaffnet (11:48)

- Die epischen Kämpfe in Suicide Squad (10:54)

- Feuerprobe für die Task Force X (4:19)

- Verpatzte Szenen (2:04)

 

 


 

Bedienung und weitere Ausstattung:

Ein typisches Warner-Menü. Es gibt kaum etwas daran auszusetzen. Lediglich die schlechte Erkennbarkeit des aktuell gewählten Menüpunktes ist ein Minuspunkt.

 


 

Fazit:

Das DC Cinematic Universe spaltet die Kinogemeinde wie kaum eine Filmreihe. Schon Man of Steel wurde viel kritisiert, war dann aber doch ein Erfolg an den Kinokassen. Mit Batman v Superman erreichte die Schere ihre weiteste Spreizung bisher: Viele umjubelten den Streifen und mindestens genauso viele sahen hier eine filmische Katastrophe. Dennoch war auch dieser Film ein Erfolg an den Kinokassen und der Ultimate Cut war dann auch ein bedeutend besserer Streifen fürs Heimkino.

Die Suicide Squad sollte nun die Erlösung für das Franchise sein und DC den endgültigen Kickoff für das Cinematic Universe geben. Leider wurde aber auch dieses Werk wieder von den Kritikern auseinander genommen. Meiner Meinung nach zu Unrecht. Der Film ist keinesfalls der DC-Messias, aber ein unterhaltsamer Comic-Actioner mit ungewöhnlicher Optik und spektakulären Charakteren. Der Film nimmt kein Blatt vor den Mund und jongliert ordentlich mit dem DC Cinematic Universe. Zwei Dinge sollte man sich vorher allerdings vor Augen halten:

1. Der Film ist nicht das Opus Magnum der Comicverfilmungen.

2. Der Joker ist nur eine Nebenrolle.

Wer damit leben kann, erlebt eine unterhaltsame Zeit bei DC – abseits der Theatralik eines Zack Snyder. Der Film ist episch, groß und doch persönlich. Ein verrückter Ausflug in die geisteskranke Welt der Suicide Squad.

Technisch macht die Scheibe viel richtig, leidet aber leider unter einer diffusen technischen Ausstattung. Dass der Extended Cut nicht in deutschem Dolby Atmos vorliegt, ist dabei das größte Manko. Gleichzeitig sollte man sich aber eh gut überlegen, ob man sich dieses Feuerwerk der darstellerischen Kunst nicht sowieso nur im englischen Original geben will. Der Mehrwert ist enorm. Das sehr gute Bild ergibt zusammen mit dem Atmos-Ton eine der besten Scheiben dieses Jahres.

Gesamturteil: Kein perfektes Werk, aber ein sehr unterhaltsamer Streifen mit überdurchschnittlicher Umsetzung auf Blu-ray.

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