Blu-ray Review: JASON BOURNE

12. Dezember 2016 | Von | Kategorie: Blu-ray Reviews, Reviews

Blu-ray Review von Simon Bruckmann

Blu-ray Erscheinungstermin: Kauf: 09.12.2016; Leih: 09.12.2016

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Anbieter: Universal Pictures Home Entertainment
Genre: Action
Originaltitel: Jason Bourne
Land, Jahr: USA / 2016
Kinostart: 11.08.2016
 
Regie: Paul Greengrass
Drehbuch: Christopher Rouse, Paul Greengrass
Darsteller (u.a.): Matt Damon, Tommy Lee Jones, Alicia Vikander, Vincent Cassel, Julia Stiles, Riz Ahmed
 

Video: 1080p24, 2,40:1, MPEG-4/AVC

Audio: DTS:X: Englisch; DTS-HD High Resolution: Deutsch 7.1, Französisch 7.1; DTS: Italienisch 5.1, Spanisch 5.1, Türkisch 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Hindi, isländisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch

Laufzeit: ca. 123 Min.  
Region: B  
FSK: freigegeben ab 16 Jahren  
Anzahl der Discs: 1x BD  

 


 

Film:

Jason Bourne (Matt Damon) ist ein ehemaliger Auftragsmörder der CIA. Nachdem er in Die Bourne Identität (2002) noch ohne Gedächtnis an einen Strand gespült wurde, weiß Bourne inzwischen wieder recht viel von seiner zerstörerischen Vergangenheit. Er lebt zurückgezogen an der griechisch-albanischen Grenze und schlägt sich im wahrsten Sinne durch. Währenddessen wagt seine alte Verbündete Nicky Parsons (Julia Stiles) einen Hack auf die CIA. Dabei stiehlt sie unter anderem jene Dateien, in denen die Rekrutierung Jason Bournes beschrieben wird. Das damalige Treadstone-Programm hat inzwischen viele Nachfolger und Ableger bekommen, so dass die CIA mit absoluter Priorität hinter diesem Hack her ist. Bourne und Parsons treffen sich in Athen um die geheimen Daten zu besprechen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Doch die CIA schickt ihren besten Mann (Vincent Cassel). Eine Hetzjagd um den Globus beginnt.

Jason Bourne folgt dem Standartmuster eines Bourne-Filmes. Bourne jagt wieder seiner Vergangenheit nach und wendet dabei Gewalt an. Die Handlung ist dabei wieder solide durchdacht und angenehm überraschend, ohne allzu sehr abzuheben. Realistische Action mit menschlicher Komponente ist die Kombination, die die Bourne-Filme bekannt und erfolgreich gemacht hat. Auch der jüngste Bourne bleibt diesem Rezept treu und integriert schlicht eine neue Komponente in ein erfolgreiches System. Das ist nicht innovativ, aber unterhaltsam.

Jason Bourne schafft es, seine bekannten Charaktere weiterzuentwickeln und starke neue Rollen zu integrieren. Langweilig wird es in den 123 Minuten nicht, aufgrund einer recht vorhersehbaren Handlungsentwicklung wird es aber auch nicht übermäßig spannend. Der Cast – Matt Damon allen voran – agiert souverän und überzeugend. Bekannte Größen spielen neben Newcomern auf einem Level. Paul Greengrass inszeniert routiniert und ohne große Überraschungen.

Am Ende bleibt ein solider Bourne-Film. Wer die bisherigen Filme mag, wird voll auf seine Kosten kommen – denn Innovationen bleiben aus.

Urteil: Typischer Bourne. Nicht mehr und nicht weniger.

 


 

Bild:

Greengrass setzt auf viele Schnitte und wackelige Kameraführung. Das zerrt an der wahrnehmbaren Qualität. Insbesondere im Showdown lässt sich nur schwer die hohe Qualität der Produktion erahnen. Das Bild an und für sich ist nämlich wirklich gut. Ein hoher Grad an Schärfe wird mit hervorragendem Grading kombiniert. Die Plastizität bewegt sich durchgehend auf hohem Niveau. Artefakte kommen nicht vor. Da auf eine Körnung verzichtet wird, ist das Bild sehr detailreich und nutzt jeden Pixel voll aus.

Urteil: 7,5 von 8 Punkten

 


 

Ton:

Englischer Originalton:

Endlich mal wieder DTS:X. Das objektbasierte Format ist in Deutschland eher eine Seltenheit, was aufgrund der technischen Möglichkeiten sehr schade ist. Bei Jason Bourne legt DTS:X einen soliden Auftritt hin. Nach dem überragenden Star Trek: Beyond in Dolby Atmos liegt die Messlatte so hoch wie nie. Die Dynamik im zweidimensionalen Bereich – also klassisches 7.1 – ist überwältigend. Hier kommt phantastisches Surround-Feeling auf. Detailliert und in jedem Detail räumlich. Die Spur ist äußerst korrekt, was die Ortung der Geräusche und Effekte angeht und leider auch beinhaltet, dass die Deckenlautsprecher eher ruhig bleiben. Der Score kommt nur sehr dezent von der Decke und nur einzelne Effekte nutzen diese Möglichkeit. Das ist physikalisch korrekt, bleibt aber leider etwas hinter den technischen Möglichkeiten des Formats zurück.

Urteil: 7,5 von 8 Punkten

Deutsche Synchronfassung:

Der deutsche Ton liegt in sehr gutem DTS-HD High Resolution vor. Die 7 Spuren werden intensiv genutzt, wobei die Räumlichkeit stark ausgeprägt ist. Viele Surroundeffekte ergänzen die qualitativ hochwertige Abmischung. Einzig die Deckenlautsprecher bleiben ohne Upmixer stumm. Sehr dynamisch und immer korrekt wird der Ton also klassisch zugeordnet wiedergegeben. Der Ton ist recht detailreich, wenn auch nicht vollkommen atmosphärisch. Hier fehlt das letzte Quäntchen zur Originalspur. Trotzdem eine sehr zufriedenstellende und ordentlich aufgelöste Variante.

Urteil: 6 von 8 Punkten

 


 

Bonusmaterial:

Vier kompakte Featurettes bilden das Bonusmaterial ab. Leider werden hier nur wenige Aspekte der Entstehung beleuchtet. Schnell hat man das Material durch. Es ist interessant anzuschauen, aber aufgrund der kurzen Laufzeit eher ein Gimmick als ein Kaufgrund.

 

- Bourne kehrt zurück (8:15)

- Bourne, der Kämpfer (18:13)

- Die Flucht in Athen (5:37)

- Las-Vegas-Showdown (14:56)

 

 


 

Bedienung und weitere Ausstattung:

Das Menü ist typisch Universal. Wer die Piktogramme kennt, kommt schnell zurecht.

 


 

Fazit:

Sogar der Abspann ist ein Remix der bisherigen Bourne-Filme. Den Zuschauer erwartet keine Revolution, dafür aber solide Agentenunterhaltung. Der Film ist spannend und unterhaltsam, kommt ohne Längen daher und überzeugt als typischer Bourne-Streifen. Die Story ist durchdacht und weitestgehend lückenlos. Die Action ist schnell inszeniert (manchmal zu schnell) und bodenständig.

Technisch macht die Scheibe viel richtig. Das Bild ist überzeugend, der englische Originalton ist extrem dynamisch und äußerst räumlich. Die deutsche Spur hinkt nur minimal hinterher. Das Bonusmaterial ist kein Kaufgrund und vom Umfang her eher enttäuschend.

Wer Bourne kennt und mag, wird mit Jason Bourne sicherlich glücklich. Nach dem letzten Ausflug ohne Matt Damon ist es schön, dass die Serie wieder zurück zu ihren Wurzeln kehrt. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte vorher die ersten drei Teile abspulen. Es lohnt sich.

Gesamturteil: Eine ordentliche Fortsetzung. Unterhaltsam und durchdacht.

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