Blu-ray Review: STAR TREK BEYOND 3D Limited Edition

6. Dezember 2016 | Von | Kategorie: Blu-ray Reviews, Reviews

Blu-ray Review von Simon Bruckmann

Blu-ray Erscheinungstermin: Kauf: 01.12.2016; Leih: 01.12.2016

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Anbieter: Universal Pictures Home Video / Paramount
Genre: Science-Fiction, Action, Abenteuer
Originaltitel: Star Trek Beyond
Land, Jahr: USA / 2016
Kinostart: 21.07.2016
 
Regie: Justin Lin
Drehbuch: Simon Pegg, Doug Jung
Darsteller (u.a.): Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban, Zoe Saldana, Simon Pegg, John Cho, Anton Yelchin, Idris Elba, Sofia Boutella
 

Video: 1080p24, 2,39:1, MPEG-4/AVC; 3D: MPEG-4/MVC

Audio: Dolby Atmos: Englisch; Dolby Digital: Deutsch 5.1, Französisch 5.1, Spanisch 5.1, Italienisch 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch

Laufzeit: ca. 122 Min.  
Region: B  
FSK: freigegeben ab 12 Jahren  
Anzahl der Discs: 2x BD  

 


 

Film:

Knapp drei Jahre nach Star Trek Into Darkness befindet sich die Enterprise mitten in ihrer Dreijahres-Mission. Langsam beginnen die Tage zu verschwimmen und vor allem Captain Kirk (Chris Pine) kämpft zunehmend mit der Disziplin. Da kommt ihm ein kleiner Ausflug auf die neuste Sternbasis der Föderation ganz gelegen: Yorktown. Dort hat er sich auf eine Stelle als Vizeadmiral beworben – weg vom aktiven Dienst im Sitz des Captain. Doch während des “Landurlaubs” geht ein Notruf in Yorktown ein und ein unbekanntes Schiff dockt an. An Bord befindet sich die Überlebende eines abgestürzten Raumschiffes. Dies geschah in einem naheliegenden, instabilen Nebel. Die Enterprise wagt sich auf eine Rettungsmission in diesem Nebel und wird prompt angegriffen. Das Schiff ist wehrlos gegen diesen neuen Feind und muss evakuiert werden. Abgestürzt, abgeschnitten von der Außenwelt und voneinander getrennt muss die Crew ihre bisher größte Prüfung bestehen.

Star Trek Beyond musste sich viel Kritik anhören. Nach dem uninspirierten ersten Trailer war auch meine Grundeinstellung eher skeptisch. Und das ist problematisch, wenn der Vorgänger auf ganzer Linie überzeugen konnte. Einer der vielen Kritikpunkte ist, dass der Film kaum etwas Neues bietet, eher ein Mashup der alten Filme ist. Doch man muss sich bei bisher 13 Filmen auch fragen, was es noch Neues geben kann.

In seinen zahlreichen Ausgaben hat Star Trek fast alles durchgespielt: den krassen Actionfilm, den nachdenklichen Film, den lockeren Film, den dramatischen Film, die Zeitreise und so vieles mehr. Und nach dem bitterernsten Into Darkness ist Beyond nun wieder ein leichterer Vertreter des Genres. Also was bietet der Film? Er ist actiongeladen, humorvoll, unterhaltsam. Er setzt auf Teamwork und die Erforschung der unendlichen Weiten. Er ist phantastisch und doch ernst zu nehmen. Das Ende mal ausgenommen ist er bodenständig und weitestgehend realistisch – für einen Science- Fiction-Film. Er hat eine solide Handlung, die nie langweilig wird und einen erfahrenen Cast. So bleiben am Ende sehr unterhaltsame zwei Stunden übrig, die das Genre würdig fortsetzen.

Urteil: Solide Fortsetzung, die auch nach 50 Jahren Star Trek nicht langweilt.

 


 

Bild:

2D:

Star Trek Beyond kann sich problemlos mit anderen aktuellen Scheiben messen. Nachdem der Lensflare-fanatische J.J. Abrams das Steuer aus der Hand gegeben hat, erwartet den Zuschauer ein kristallklares, manchmal etwas dreckiges Bild mit bestechenden Details und makellosen Spezialeffekten. Der typische Look der beiden Vorgängerfilme bleibt im Großen und Ganzen erhalten, allerdings etwas abgewandelt. Die Scheibe leistet sich keine Schwächen und liefert, wenn auch leider ohne IMAX-Szenen, eine grundsolide Leistung ab.

Urteil: 7 von 8 Punkten

3D:

Wie schon Star Wars – Das Erwachen der Macht schafft es auch Star Trek Beyond, dem Zuschauer mit 3D-Brille eine Gänsehaut zu verpassen. Star Trek setzt dabei deutlich weniger auf Nose-Picking, aber dafür auf mitreißende Spezialeffekte mit Tiefeneffekt. Insbesondere die vollanimierten Szenen im Weltall sind absolut plastisch und räumlich. Aber auch die Realsequenzen sind dreidimensional und haben eine hohe Tiefenräumlichkeit. Kaum eine Szene wirkt flach. Einzige Ausnahme sind hier die dunklen Innenaufnahmen, in denen schlicht keine Räumlichkeit realisierbar ist. Eine sehr gute Umsetzung – weniger aufdringlich als Star Wars, aber trotzdem sehr intensiv.

Urteil: 8 von 8 Punkten

 


 

Ton:

Englischer Originalton:

Es ist soweit – ich teile dieses Kapitel in zwei Teile, um eine differenzierte Meinung abgeben zu können. Die englischsprachige Originaltonspur ist eine neue Referenz. Alleine die Nebelsequenz bis zur Zerstörung der Enterprise ist pure Gänsehaut. Es scheppert, dröhnt und kracht aus allen Winkeln des Atmos-Systems. Absolute Räumlichkeit wird hier mit Detailreichtum und großartiger Atmosphäre kombiniert. Man merkt dem Film stellenweise noch seine Herkunft aus dem Studio an, dennoch wirkt der Film natürlich und authentisch. Die dreidimensionalen Atmos-Effekte sind exakt platziert und überraschend. Ein großes Vergnügen. Auch der Score ist druckvoll – bei einer einwandfreien Abmischung und jederzeit verständlichen Dialogen.

Urteil: 8 von 8 Punkten

Deutsche Synchronfassung:

Im Jahre 2016 kann man vor allem mit einer Tonspur Enttäuschung auslösen: Dolby Digital 5.1. Auch nach Jahrzehnten kommt das Format auch auf hochauflösenden digitalen Medien noch zum Einsatz. Erfahrungsgemäß wissen wir hier schon: kein Druck, durchschnittliche Räumlichkeit und kaum Detailreichtum. Star Trek Beyond belehrt uns (stellenweise) etwas Besseren. Der Ton ist überraschend räumlich (im Rahmen von 5.1) und recht intensiv. Gerade in den Actionszenen kommt eine unerwartete Dynamik auf. Für eine limitierte Bitrate weiß Star Trek Beyond mit einigen Details und einer sehr druckvollen Umsetzung zu überzeugen. Für den durchschnittlichen Heimkinozuschauer ist die Spur ausreichend, Enthusiasten vermissen objektbasierte Räumlichkeit. Ein Upmixer weiß aber auch dieses Manko in engen Grenzen auszubügeln.

Urteil: 4 von 8 Punkten

 


 

Bonusmaterial:

Fast eine Stunde kommt mit den einzelnen Featurettes zusammen. Zusammengenommen ergeben diese einen informativen und auch emotionalen Blick in die Entstehung des Filmes. Es werden zahlreiche Facetten der Produktion beleuchtet. Das Material ist durchaus sehenswert und technisch auf hohem Niveau produziert.

 

- 2x Entfernte Szenen (1:02)

- Jenseits der Dunkelheit (10:08)

- Enterprise-Angriff (4:31)

- Geteilt und beherrscht (8:17)

- Eine verzerrte Sicht auf Rache (5:16)

- Durch die Wüste ziehen (3:06)

- Die Erkundung neuer Welten (6:02)

- Neues Leben, neue Zivilisationen (8:04)

- Lang und in Frieden leben (7:51)

- Für Leonard und Anton (5:04)

- Gag Reel (5:13)

 

 


 

Bedienung und weitere Ausstattung:

Die Scheibe lädt sehr schnell und überzeugt mit einfacher Bedienung. Bei der Limited Edition liegt der 3D-Scheibe ein Modell der USS Franklin bei. Bei Ankunft der Edition daheim ging die Bewertung schnell in den Keller – denn das Modell ist ein ganz anderes als auf den Abbildungen. Wesentlich weniger Details, eine komplett andere Lackierung und sogar andere Farben der Warpgondeln bringen viel Unmut mit sich. Viele Exemplare sollen ihren Weg zurück in die Hände vom Amazon finden, so auch meine Ausgabe. Der Aufpreis von 30€ zur regulären 3D-Scheibe ist hier nicht einmal mit viel Liebe zu rechtfertigen.

 

Star Trek Beyond - Limited "Spaceship" Edition: USS Franklin Modell, (c) Simon Bruckmann

 

Star Trek Beyond - Limited "Spaceship" Edition: USS Franklin Modell, (c) Simon Bruckmann

 

Star Trek Beyond - Limited "Spaceship" Edition: USS Franklin Modell, (c) Simon Bruckmann

 


 

Fazit:

Star Trek Beyond schafft es auch als dreizehnter Film des Franchise zu unterhalten. Eine frische Handlung und die Besinnung auf alte Stärken formen ein stimmiges Gesamtwerk. Der Film ist unterhaltsam und leistet sich keine großen Schwächen. Er spricht viele Themen an und setzt ein düsteres Szenario in eine utopische Welt. Ein rasanter Start und eine stimmige Entwicklung der Handlung lassen keine Langeweile aufkommen. Auch der Beginn des großen Finales ist vielversprechend – allerdings verliert sich der Showdown in gut aussehenden Effekten ohne Basis. Hier hat der Film seine größte Schwäche, denn solch einen hanebüchenen Triumph hat es in 50 Jahren Star Trek noch nicht gegeben.

Davon abgesehen ist die technische Seite recht gelungen. Das zweidimensionale Bild ist überzeugend, das dreidimensionale Bild setzt neue Maßstäbe. Der englische Ton ist ebenfalls großartig, während die deutsche Synchronfassung in ihren engen Grenzen einen guten Job leistet.

Das Bonusmaterial ist eine nette Bereicherung der Scheibe im Gegensatz zur Sammler-Beigabe. Auf die limitierte Fassung kann also getrost verzichtet werden.

Gesamturteil: Ein überzeugender Star Trek, auch für Neueinsteiger.

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