HD DVD Review: Bourne Identity, The (US-Import)

3. Juli 2008 | Von | Kategorie: HD DVD Reviews, Reviews

Regie: Doug Liman
Drehbuch: Tony Gilroy und William Blake Herron
Darsteller: Matt Damon, Franka Potente, Chris Cooper, Juila Stiles, Brian Cox, Clive Owen
Kinostart: 2002

Video: 1080p, 2,35:1, VC1-encodiert
Audio: Englisch und Französisch in 5.1 Dolby Digital Plus
Untertitel: Englisch, Französisch

Laufzeit: 119 Min.

Anzahl der Discs: 1




Film:

Es ist eine stürmische Nacht im Mittelmeer. Die Besatzung eines Fischerboots zieht einen ohnmächtigen Mann im Neoprenanzug (Matt Damon) aus der rauhen See. Auf dem Schiff entdeckt der Bordarzt – oder besser fachkundige Fischer, dass dem Unbekannten mehrfach in den Rücken geschossen wurde. Während der Arzt die Projektile entfernt, stößt er auch auf einen in die Hüfte des Mannes implantierten Metallstift, mit dem man den Namen einer Züricher Bank und eine dazugehörige Kontonummer projizieren kann. Kurz darauf erwacht der Verletzte aus seinem Delirium und stellt fest, dass er sein gesamtes Gedächtnis verloren hat.

Während sich auf dem Fischerboot erholt, läuft im einige tausend Kilometer entfernten CIA-Hauptquartier die Suchaktion, nach einem verloren gegangenen Profi-Killer, der bei seiner Mission versagt hat und nun ein zu bereinigendes Risiko darstellt. Man ahnt, dies bedeutet nicht Gutes für den Schiffbrüchigen.

Nachdem auch nach Tagen auf dem Boot keine Besserung eingetreten ist, entschließt sich dieser an Land zu gehen und nach Zürich zu reisen, um den Inhalt des Kontos zu erfahren. Bereits auf seiner Reise zur Bank entdeckt er, dass noch weit mehr in ihm steckt als in einem gewöhnlichen Mann-nämlich als er zwei allzu aufdringliche Züricher Polizisten mittels Kampfsport-Methoden in wenigen Sekunden in die Ohnmacht befördert. In der Bank findet er in dem offensichtlich ihm gehörenden Bankschließfach eine Reihe sehr verdächtiger Gegenstände, darunter ein Menge Bargeld, eine Waffe und Pässe verschiedenster Länder, die alle sein Passbild zeigen. Instinktiv greift er zu dem amerikanischen Pass und liest den/seinen Namen – Jason Bourne – wohnhaft in Paris. Nachdem er die Bank verlassen hat, ist die Züricher Poilzei, ob seiner unfreundlichen Aktion gegen die beiden Cops aus der vorherigen Nacht, bereits auf ihn aufmerksam geworden.

Auf der Flucht vor den Schweizer Beamten flüchtet sich Bourne in die amerikanische Botschaft. Jedoch ist seine Anwesenheit in der Schweiz auch der CIA nicht verborgen geblieben und so entgeht er nach halsbrecherischer Flucht nur knapp der Festnahme durch die Marines in der Botschaft. Kurz nachdem Bourne vom Botschaftsgelände entkommen konnte, trifft er auf Marie (Franka Potente), der er kurzentschlossen 10.000 Dollar bietet, wenn sie ihn in ihrem klapprigen Mini nach Paris fährt. Nach kurzem Widerstreben willigt sie ein und bringt Bourne in die französische Hauptstadt, wo dieser sich weitere Informationen zu seiner wahren Identität zu finden erhofft. Allerdings ist ihm die CIA schon auf den Fersen und diese hat überhaupt kein Interesse daran, dass Bourne seine wahre Identität herausfinden könnte.

Der gesamte Look des Filmes ist auf die Erzeugung einer “realen” Welt ausgelegt. Schauplätze, Licht sowie der Verzicht auf allzu unrealistische Szenarien sorgen beim Zuschauer für ein hohes “Echheitsgefühl”. Entsprechend ist Jason Bourne trotz seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten auch kein Super Agent à la Bond, obwohl er diesem in einigen Kategorien sicher das Wasser reichen können. Die Action-Sequenzen im Film sind beeindruckend schnell und packend ausgefallen. Wobei der Film aber keine einfache Aneinanderreihung von entsprechenden Szenen ist, sondern sich durchaus auch mal die eine oder andere Auszeit nimmt. Die sich in diesen Ruhephasen durchaus anbietenden Gelegenheiten für weitergehende Charakterstudien bleiben allerdings in ihren Ansätzen stecken.

Über die schauspielerischen Leistungen kann man sich sicherlich streiten. Matt Damon zeigt sein übliches recht minimalistisches Spiel, welches ihm manche Kritiker auch als Unvermögen auslegen, zu Jason Bourne passt es jedoch sehr gut und verleiht der Figur zusätzliche Glaubwürdigkeit. Franka Potente schwankt mit ihrer Darstellung der Marie etwas zwischen liebenswert und hysterisch, dabei gerät letzteres teilweise etwas übertrieben. Der Rest des Ensembles leistet solide Arbeit – mit Ausnahme von Clive Owen, der gefällt in seiner Rolle als CIA-Killer noch etwas besser als der Rest.

Die Bourne Identity ist ein gut gemachter Agenten-Film, der seine Handlung konsequent vorwärts treibt.

Urteil: sehenswert




Bild:

Bildtechnisch bietet The Bourne Identity eine hervorragende Schärfe, die nur selten ein wenig schwächelt. Die Plastizität des Bildes ist ebenso auf hohem bzw. teilweise auch höchstem Niveau.

Insgesamt besitzt der Film einen recht natürlichen “realen” Look. So wirken die Farben etwas zurückgenommen, die aber dennoch satt erscheinen. Wobei man gelegentlich in Szenen, die sich in Innenräumen abspielen auch auf kräftigere Farben stoßen kann. Probleme bringt das an sich sehr tiefe Schwarz, welches gelegentlich dazu tendiert einige Details in den Schatten zu verschlucken.

Ansonsten ist der Kontrast sehr gefällig gelöst. Filmkorn ist auch bei The Bourne Identity vorhanden, bleibt aber auf einem sehr dezenten Niveau

Abgerundet wird der hervorragende Eindruck des Transfers durch die Abwesenheit kompressionsbedingter Bildfehler.

Urteil: 7 von 8 Punkten




Ton:

Bei The Bourne identity erwartet den Zuschauer ein eindrucksvoller Sound, wie es sich für einen Actionfilm gehört. Wenn Jason Bourne mit dem Mini durch die Pariser Straßen jagt oder mit Faust und Kugelschreiber um sein Laben kämpft, kann man ausgereifte und hervorragende Sound- und vor allem Surround-Effekte genießen. Dabei geht es sehr bass-lastig zu, was auch im recht Techno-inspirierten Sound-Track zum Ausdruck kommt. In den ruhigeren Szenen wird es jedoch auf Grund fehlender bzw. sehr reduzierter Umgebungsgeräusche erstaunlich still, aber ohne dass eine unangenehme Stille aufkommen würde. Dass in diesen ruhigen Szenen die Dialoge der Charaktere gut zu verstehen sind, ist leicht nachzuvollziehen, aber auch in lebhafteren Sequenzen bleiben die Stimmen auf dem Bildschirm stets verständlich.

Was leider an einzelnen Stellen etwas auffällt, sind die Lautstärke-Verhältnisse zwischen einzelnen Effkten, wenn z.B. bei der Kollision eins Polizeimotorades mit einem Auto das Aufschlagen der Windschutzscheibe des Motorrads auf die Straße lauter ist, als der ganze Crash. Bis auf solch kleine Unstimmigkeiten bietet der erste Teil der Bourne Trilogie einen action-orientierten Sound erster Klasse.

Urteil: 7 von 8 Punkten




Extras: (alle Extras in 480i/p)

+ Feature Commentary With Doug Liman
+ The Ludlum Identity
+ The Ludlum Supremacy
+ The Ludlum Ultimatum
+ Alternate Opening and alternate Ending
+ Deleted Scenes
+ Extended Farmhouse Scene
+ The Birth Of The Bourne Identity
+ The Bourne Mastermind: Robert Ludlum
+ Access Granted: An Interview With Screenwriter Tony Gilroy
+ From Identity To Supremacy: Jason and Marie
+ The Bourne Diagnosis
+ Cloak and Dagger: Covert Ops
+ The Speed Of Sound
+ Inside A Fight Sequence
+ Moby “Extreme Ways” Music Video
+ Theatrical Trailer

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