HD DVD Review: Ocean’s Thirteen

7. Juni 2008 | Von | Kategorie: HD DVD Reviews, Reviews

Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Brian Koppelman, David Levien
Darsteller: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Andy Garcia, Don Cheadle, Bernie Mac, Ellen Barkin, Al Pacino, Casey Affleck, Scott Caan, Elliott Gould
Kinostart: 2007

Video: 1080p, 2,40:1 (16:9), VC-1 encodiert
Audio: Deutsch, Englisch, Französisch in Dolby Digital Plus 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch und Schwedisch

Laufzeit: 122 Min.
FSK: ohne Altersbeschränkung

Anzahl der Discs: 1




Film:

Reuben Tishkoff (Elliott Gould) erleidet einen Herzinfarkt, nachdem er von seinem Partner Willi Bank (Al Pacino) um seinen Anteil an dem gemeinsam geplanten und fast fertigen Casino betrogen wird.

Dass ein Freund und Mitglied seiner Crew derart hintergangen wird und dabei auch noch fast ums Leben kommt, kann Danny Ocean (George Clooney) nicht auf sich beruhen lassen. Gemeinsam mit seiner Crew plant er einen so gewaltigen Coup, dass im Falle des Erfolgs Banks an nur einem Abend in den Ruin getrieben werden würde.

Um ihren Plan zum Erfolg zu verhelfen, sind Ocean und seine Männer sogar bereit, sich mit ihrem Erzfeind Terry Benedict (Andy Garcia) zu verbünden, der glücklicherweise selbst mit Banks in Fehde liegt. Dabei gehts es den Ocean’s’ 13 nicht einmal um das Geld, sondern um Rache.

Der dritte Teil der Ocean’s-Serie ist wie seine Vorgänger leichte Kost. Die Geschichte ist nicht sonderlich anspruchsvoll, sondern im Grunde sogar sehr oberflächlich – ohne Versuch, Charaktere zu entwickeln oder die Handlung tiefer zu ergründen. Angesichts der großen Anzahl an Figuren, die dazu auch noch alle mit hervorragenden Schauspielern besetzt sind, dürfte eine umfassendere Charakterbetrachtung allerdings auch schon an den zeitlichen Limitationen scheitern.

Aber offensichtlich geht es Steven Soderbergh auch nicht um irgend eine tiefschürfende Erörterung, sondern einfach um gute und leichte Unterhaltung und dies gelingt ihm erstaunlich gut. Obwohl der Film eigentlich nie spannend ist – dazu wirken Danny Ocean und seine Männer einfach zu überlegen und unantastbar – schafft er es dennoch, nicht langweilig zu werden.

Für Spaß und Amüsement sorgen dabei neben den ausgeklügelten teils aberwitzigen Methoden der Ocean’s 13 vor allem die sehr guten Schauspieler, die offensichtlich viel Spaß bei den Dreharbeiten hatten und diese Freude an ihrer Arbeit auch auf den Zuschauer überspringen lassen. Außerdem präsentieren sich George Clooney und Brad Pitt mal wieder von ihrer coolsten und smartesten Seite.

Mit dem modernen Ganoven-Märchen Ocean’s 13 präsentiert Steven Soderbergh leichtes und amüsantes Star-Kino für einen Popkorn-reichen Heimkinoabend.

Urteil: sehenswert




Bild:

Das Bild von Ocean’s 13 wird vor allem durch sehr häufig und sehr deutlich nachbearbeitete Farben und ein stellenweise deutlich auffallendes Farbrauschen geprägt. Außerdem kommt es gerade bei Szenen in Banks Casino bei Rot- und Orangetönen öfter zu Posterisationseffekten.

In Sachen Bildschärfe ergibt sich ein recht wechselhaftes Bild, so können manche Szenen durchaus bestechen, andere dagegen wirken vergleichsweise weich. Auch die Detaildarstellung ist insgesamt betrachtet nicht auf bestem HD Niveau.

In dunklen Szenen verschwinden Details größten Teils in den Schatten, während in hellen Szenen öfter überstrahlende Flächen zuerkennen sind. Der Schwarzwert ist dabei nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut.

Auch wenn viele der Kritikpunkte am Bild sicherlich auf Steven Soderberghs visuellen Stil zurückzuführen sind, gehört Ocean’s 13 sicher nicht zu den besten HD-Transfers.

Urteil: 5 von 8 Punkte




Ton:

Die Abmischung des Surround-Sounds ist sehr stark auf die vorderen Kanäle beschränkt, so bleiben die beiden hinteren Kanäle des 5.1 Audiotracks meist relativ unausgelastet. Wenig dynamisch oder gar aufregend geben sich dann auch die Soundeffekte.

Auffallend ist, dass die deutsche Tonspur etwas lauter mit einer leicht stärkeren Priorisierung der Dialoge abgemischt zu sein scheint. In beiden Sprachen erscheinen manche Dialoge gelegentlich als etwas zu leise.

Der jazzige Soundtrack ist sehr gefällig und passt gut zur Coolness des Films.

Urteil: 5 von 8




Extras:

+Audiokommentar von Regisseur Steven Soderbergh und den Drehbuchautoren Brian Koppelmann und David Levien
+ zusätzliche Szenen (HD, VC-1)
+ Die Genialsten Gangster (MPEG2)
+ Las Vegas: Eine eindrucksvolle Illusion (SD, MPEG2)
+ Eine Tour durchs Casino mit Jerry Weintraub(SD, MPEG2)

Interessanterweise enthalten Extras kein Making-Of zum Film, sondern nur einige – glücklicherweise – herausgeschnittene Szenen, zwei Dokumentationen jeweils zum Thema Meister-Verbrecher bzw. Las Vegas sowie eine kurze Tour durch die Kulissen des Filmes mit Produzent Jerry Weintraub.

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