HD DVD Review: Underworld – Extended Cut

6. Juni 2008 | Von | Kategorie: HD DVD Reviews, Reviews

Regie: Len Wisemen
Drehbuch: Danny McBride, Len Wisemen (Story) und Kevin Grevioux (Story)
Darsteller: Kate Beckinsale, Scott Speedman, Michael Sheen, Shane Brolly, Bill Nighy, Kevin Grevioux, Sophia Myles
Kinostart: 2003 (USA), 2004 (Deutschland)

Video: 1080p, 2,35:1 (16:9 anamorph) ,VC-1 encodiert
Audio: Deutsch in DTS-HD Master Audio 5.1, Englisch in DTS-HD 5.1
Untertitel: Deutsch (ausblendbar)

Laufzeit: 133 Min.
FSK: keine Jugendfreigabe

Anzahl der Discs: 1




Film:

Bereits seit Jahrhunderten tobt ein Krieg zwischen Vampiren und Lykanern. Die Waffen haben sich verändert, doch die Gegner sind dieselben. Kämpfte man früher noch mit dem Schwert, bekriegt man sich heute mit Schnellfeuerwaffen.

Auf Seiten der Vampire gehört Selene (Kate Beckinsale) zu den besten Kämpfern. Bei dem Versuch zwei Lykaner zu stellen, stößt Selene in der Kanalisation auf das Lager einer großen Horde Lykaner.

Zurück im Hauptquartier der Vampire bittet Selene Kraven (Shane Brolly) den Anführer der Vampire um Erlaubnis mit mehr Leuten zurückkehren zu dürfen, um die Lykaner zu bekämpfen. Nachdem Kraven ihren Wunsch ablehnt, konzentriert sich Selene auf die Suche nach dem jungen Arzt Michael Corvin (Scott Speedman), den die zwei Lykaner vor Selenes Eingreifen offenbar verfolgten.

Aber die Lykaner sind ebenfalls nicht untätig und Michael bereits dicht auf den Fersen, denn sie haben noch große Pläne mit ihm.

Mit “Underworld” gelingt Regisseur Wiseman die Inszenierung eines ansehnlichen Action-Films mit einer Prise Horror. So gibt es hervorragend choreografierte Stunt-Arbeit sowie einige spektakuläre Schießereien und Kampf-Szenen zu bewundern.

Story sowie Charaktere sind gut durchdacht und nicht oberflächlich, aber ohne besonderen Anspruch. Dabei wird die Geschichte mit einem Tempo voran getragen, bei dem keine Längen aufkommen.

Auch die Schauspieler geben sich keine Blöße und leisten sehr gute Arbeit. Wobei Bill Nighy als Viktor und natürlich Kate Beckinsale als Selene besonders herausstechen.

Stilistisch präsentiert sich Underworld als eine Mischung aus von anderen Vampir-Filmen bereits bekannten klassischen Gothic-Elementen und neuen Einflüssen aus dem industriellen und modernen Zeitalter. Dies spiegelt sich jedoch nicht nur in den Schauplätzen, Kostümen sowie der Ausstattung, sondern findet sich auch in Sound, Musik und visueller Gestaltung des Filmes wider. Daraus ergibt sich eine düstere und insbesondere stylische Atmosphäre, ohne aber dass einem dabei ein Schauer über den Rücken läuft.

So ist Underworld ein moderner unterhaltsamer Vampir-/Action-Film mit schnellen Schnitten, einer soliden Story und hervorragenden Stunts.

Urteil: sehenswert




Bild:

Die Schärfe des Bildes ist stets bestens. So dass eine sehr gute Detaildarstellung zum Vorschein kommt und eine ebenso beeindruckende Plastizität entsteht.

Angesichts der Natur der Handlung – Vampire und Sonnenlicht – spielt der Film fast ausschließlich im Dunklen. Allerdings wurde die Helligkeit des Bildes im gesamten Film, also auch in Szenen, in denen theoretisch mehr Licht sein müsste, reduziert. Dabei zeigt das Bild ein sehr tiefes Schwarz. Da jedoch der Kontrast nicht sonderlich hoch ist, gehen in einigen Szenen Details verloren.

Die Farben sind satt und kräftig. Wobei dunkle Farbtöne und dabei insbesondere blaue dominieren. Überhaupt wird der ganze Film stilistisch von einer bläulichen Einfärbung geprägt, welche außerdem an wenigen Stellen mit einem leichten Farbrauschen auffällt.

Insgesamt ist der Transfer sehr sauber. Filmkorn ist nur leicht und kompressionsbedingte Bildfehler sind nicht zu erkennen.

Urteil: 7,5 von 8 Punkten




Ton:

Der Ton von Underworld ist sehr beeindruckend. Der Sound-Mix ist extrem aggressiv, dynamisch und druckvoll aber gleichzeitig auch sehr detailliert. Die Umgebungsgeräusche und Sound-Effekte erzeugen eine realistisch anmutende und vor allem sehr dichte Atmosphäre.

Dabei ist der Surround-Sound sehr gut abgemischt und sorgt für eine hervorragende Ortbarkeit der Effekte, was einem besonders bewusst wird, wenn einem die Kugeln in den Schießereien nur so um die Ohren fliegen.

Besonders auffällig ist bei Underworld die intensive Nutzung der hinteren Kanäle. Diese werden in allen Aspekten vollständig miteinbezogen und stehen ihren vorderen Pendants in Sachen Nachdruck und Lautstärke in nichts nach.

Die Filmmusik ist vor allem von Industrial und Rock Elementen geprägt und passt sehr gut in die stilistische industriell/gotische Mischung des Films.

Wie auch schon beim ersten von mir besprochenen Titel von Concorde Silent Hill besteht auch bei Underworld ein hörbarer Unterschied zwischen der DTS-HD Master Audio Tonspur mit der deutschen Synchronisation und dem einfachen DTS-HD Track mit dem englischen Originalton. So wirkt die DTS-HD MA Spur wieder differenzierter und auch die Stimmen der Schauspieler sind auf deutsch lauter als im Englischen. Der Unterschied fällt diesmal jedoch deutlich weniger auf als bei Silent Hill.

Der Sound von Underworld gehört zu dem bisher eindrucksvollsten auf HD DVD gehörtem und hat für mich Referenzcharakter.

Urteil: 8 von 8 Punkten




Extras:

- Fehlanzeige -

Der HD DVD liegt ein kleines Booklet bei, welches ein paar Hintergrundinformationen zum Film enthält. Wer auf Extras in Kombination mit HD nicht verzichten möchte, kann sich die – soweit bekannt Regionalcode freie – amerikanische Blu-ray Version von Underworld zulegen, muss dann aber mit der englischen Sprachversion vorlieb nehmen.

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